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Finanzdienstleistungen - Bachelor of Arts (Fidi13-B)

Modulbeschreibung — PO 2013   Print Curriculum

 Bank- und Versicherungsrecht
Modulnummer : B.07 Semester : 4 Umfang : 5 CP4 SWS
Kurzzeichen : Dauer : 1 Semester Arbeitsaufwand : 150 h 
    Häufigkeit : SS Modulniveau : Bachelor
Kompetenzen/Lernziele :

Nach erfolgreicher Teilnahme am Modul "Bank- und Versicherungsrecht" verfügen die Studierenden über folgende Kompetenzaspekte:

  • ein theoretisches Grundlagenwissen (Fachkompetenz: theoretisches Wissen)
  • im Teilbereich Bankrecht über

- das Bankkonto und den Zahlungsverkehr,
- das Kreditgeschäft,
- die Börsen- und Wertpapiergeschäfte und
- bankbetriebliches Meldewesen;

  • im Teilbereich Versicherungsrecht über

- den Versicherungsvertrag
- die Versicherungsaufsicht und
- die Versicherungsvermittlung.

  • Die prinzipielle juristische Methodik des Bank-/Konto- und Versicherungsvertrages sowie die Prinzipien der Bank- und Versicherungsaufsicht können die Studierenden erklären (Fachkompetenz: methodisches Wissen) und in Grundzügen in simplifizierten Praxisfällen erkennen (Fachkompetenz: kognitive Fertigkeiten) bzw. anwenden (Fachkompetenz: praktische Fertigkeiten).
  • Sie können grundlegende Auswirkungen neuer rechtlicher Regelungen auf den Bank- und Versicherungsbetrieb erkennen (Fachkompetenz: kognitive Fertigkeit) und die betriebswirtschaftlichen Anforderungen so formulieren (Fachkompetenz: praktische Fertigkeit), dass sie die Kommunikation zu den Rechtsabteilungen der Banken und Versicherungen bzw. zu extern beauftragten Rechtsberatern effizient gestalten können (Personale Kompetenz: Kommunikative Kompetenz).
  • Außerdem können sie juristische Stellungnahmen zur Beantwortung der betriebswirtschaftlichen Fragestellungen reflektieren (Fachkompetenz: kognitive Fertigkeit / Methodenkompetenz: analytische Fähigkeit) und in betriebswirtschaftliche Terminologie überführen (Methodenkompetenz: Transfer).
  • Die Studierenden können unter Anleitung einen Transfers von besprochenen Sachverhalten aktueller Gesetzesinitiativen auf neue Handlungssituationen vornehmen (Fachkompetenz: praktische Fertigkeit / Methodenkompetenz: Transfer).
  • Die Studierenden können beispielsweise Erlaubnisanträge vorformulieren (Fachkompetenz: praktische Fertigkeit), die von juristischen Fachabteilungen weiter konkretisiert werden.
  • Sie können Rechtsprechungen und Rechtsgutachten lesen und für die betriebliche Praxis relevante Aspekte extrahieren und für Nicht-Juristen (Betriebswirte) verständlich aufbereiten(Fachkompetenz: praktische Fertigkeit). Dazu sind sie in der Lage eigenständig verschiedene Quellen auszuwerten(Methodenkompetenz: Informations- und Wissensmanagement).
  • Durch die Arbeit mit Case Studies können die Studierenden (anfänglich komplex wirkende) Problemfälle strukturieren, in logisch abgegrenzte Teilaufgaben zerlegen (Methodenkompetenz: analytische Fähigkeit), gemeinsam Zeit- und Arbeitspläne erstellen und sich an Regeln halten, um erfolgreich als Gruppe zu agieren (Personale Kompetenz: Teamkompetenz).
Lehrformen/Lernmethode :

Die Studierenden erhalten ausgewählte Fälle der aktuellen betrieblichen Praxis sowie Aufsätze, in denen aktuelle Problemfälle beschrieben werden. Mittels strukturierter Fragen werden die Studierenden auf besonders kritische Aspekte hingewiesen. Ergänzend erhalten sie vom Dozenten speziell ausgewählte Literatur und Hinweise auf aktuelle Veröffentlichungen, die sie sichten und eigenständig strukturieren müssen.

Die Studierenden werden kritisch reflektieren können, welche Sachverhalte für die Lösungsfindung von Relevanz sind und entscheiden können, wo sie sich weitere Information beschaffen müssen und können. Es werden Kommentierungen einschlägiger Gesetze oder Lehrbücher der rechtswissenschaftlichen Ausbildung als Hilfestellung angeboten. In Haus- und Gruppenarbeiten üben die Studierenden, möglichst exakte Problembeschreibungen für die weitere Bearbeitung durch die jeweiligen Fachjuristen der hausinternen Rechtsabteilungen der Banken und Versicherungen bzw. externer Rechtsberater zu formulieren.

Eingangsvoraussetzungen : keine
Modulgruppe : B) Spezialisierungsmodule
Prüfungs-/Leistungsart : Prüfungsleistung
Modulprüfung :
Prüfungsform Prüfungsnr
Klausur (120 Minuten) 4021
Gesamtprüfungsanteil : 2,46%
zugehörige Veranstaltungen :
4. Semester - Bank- und Versicherungsrecht |  Umfang:  5 CP4 SWS
Modulverantwortlich :
Prof. Dr. Jürgen BottLink zu Details zur Person
Prof. Dr. Klaus J. SchröterLink zu Details zur Person

Veranstaltungen zu Modul "Bank- und Versicherungsrecht"

 Bank- und Versicherungsrecht
Veranstaltungsnr : B.07-1 Semester : 4 Umfang : 5 CP4 SWS
Kurzzeichen : BaVersR    Häufigkeit : SS
Inhalt :

Nach einführenden Elementen, bei denen primär terminologische Abstimmungen vorgenommen werden und Grundstrukturen für die Bearbeitung der Praxisbeispiele festgelegt werden, erfolgt der weitere Unterricht stark interaktiv.
Schwerpunkte werden auf operative Geschäftsbereiche (u. a. „operational risk“ nach Basel II) gelegt, wie sie bei Banken und Versicherungen vorkommen z. B. Zahlungsverkehr, Abwicklung von Wertpapiergeschäften oder derivaten Geschäften.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Aufsichtsrecht einschließlich des aufsichtsrechtlichen Meldewesens.
Ergänzend werden auch speziellere Fragen des Bank- und Versicherungsgeschäftes gelehrt (siehe Inhalte).

Konzept und Gegenstand des Bank- und Versicherungsrechts

A. Kurzdarstellung der Finanzdienstleistungsaufsicht

  • BaFin, EBA
  • Einordnung der Banken- und Versicherungsaufsicht

B. Themenschwerpunkte im Bankrecht

  • Bankkonto und Zahlungsverkehr
  • Kreditgeschäft
  • Börsen- und Wertpapierrecht (auch mit Bezug auf Versicherungen)
  • Bankbetriebliches Meldewesen

C. Themenschwerpunkte im Versicherungsrecht

1. Rechtliche Grundlagen des Versicherungsvertrags
1.1. Rechtsquellen
1.2. Am Versicherungsvertrag beteiligte Personen
1.3. Zustandekommen des Versicherungsvertrags
1.4. Pflichten des Versicherungsunternehmens
1.5. Pflichten des Versicherungsnehmers
2. Grundlagen des Versicherungsaufsichtsrechts
2.1. Rechtsquellen
2.2. Träger der Aufsicht
2.3. Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb
2.4. Laufende Aufsicht
3. Recht der Versicherungsvermittlung

Hinweise zu Literatur/Studienbehelfe :

Literatur im Bankrecht

Claussen, Carsten Peter: Bank- und Börsenrecht, Verlag C. H. Beck oHG. (akt. Auflage)
Köster / Schmalohr: Europa Lehrmittel, „Allgemeine Versicherungslehre“, Verlag C. H. Beck. (akt. Auflage)
Veröffentlichungen BaFin, Deutsche Bundesbank, EU-Kommission.
Ausgewählte aktuelle Aufsätze (je nach Schwerpunktsetzung).
 

Literatur im Versicherungsrecht

Deutsch, E., Das neue Versicherungsvertragsrecht - Ein Grundriss, 6. Auflage, Karlsruhe, 2008.
„Privatversicherungsrecht“, Verlag C. H. Beck.
Schimikowski, P., Versicherungsvertragsrecht, Verlag C.H. Beck, 4. Aufl. 2009.
Staudinger, A., Kassing, D., Das neue VVG - Eine synoptische Gegenüberstellung mit der alten Gesetzeslage, Karls¬ru¬he 2008.
Wandt, M./Weyers, Versicherungsvertragsrecht, Verlag C.H. Beck, 2008.
Wehling, A., Präve, P. (Hrsg.): Versicherungsvertragsrecht 2008, Karls¬ru¬he 2008.

sowie Zeitschriften:

Bankmagazin
geldinstitute
Versicherungsrecht (VersR)
recht und schaden (r+s)
Neue Zeitschrift für Versicherung und Recht (NVersZ)
Neue Juristische Wochenschrift (NJW)
 

Lehrsprache : Deutsch
Arbeitsaufwand : 48 Stunden Präsenzzeit, 102 Stunden Selbststudium
Details zum Arbeitsaufwand : Workload: 150 Std.
Dozent/in :
Prof. Dr. Jürgen BottLink zu Details zur Person
Prof. Dr. Klaus J. SchröterLink zu Details zur Person